Montag, 17. Oktober 2011

2. Das Rätsel des Antiochus (Teil 1)


Und doch kamen von überall her Könige und Prinzen, die den Tod nicht fürchteten, wegen der unglaublichen Schönheit des Mädchens herbeigeeilt.
Und während der König Antiochus diese Grausamkeiten ausführte, kam auch ein gewisser sehr reicher junger Mann, der König von Tyrus namens Apollonius, mit dem Schiff und wurde von der königlichen Leibgarde zum König vorgelassen, welchen er so begrüßte: „Sei gegrüßt, (Herr) König Antiochus. Und weil niemand dich in deinem Pflichtgefühl übertrifft, bin ich ohne Verzögerung zu dir gekommen. Abstammend von königlichem Geschlecht wünsche ich deine Tochter zur Heirat.“ Als der König hörte, was er nicht hören wollte, sah er den jungen Mann mit zornigem Gesichtsausdruck an und sagte zu ihm: „Junger Mann, ich kenne deinen Wunsch. Doch kennst du auch die Bedingung der Heirat?“ Er aber sagte: „Ja (ich kenne sie) und ich habe am Tor die Köpfe der jungen Männer gesehen.“ Der König antwortete: „So höre das Rätsel: Ich werde durch das Verbrechen gedeckt und genieße mütterliches Fleisch.“

Ich hoffe euch bringt wenigstens der erste Teil der Übersetzung schon etwas. Sobald wir in der Schule weiter übersetzt haben, stell ich den Rest auch noch rein. Ich freue mich über Feedback oder Korrekturen! (;

1. Verbotene Liebe


Es war einmal ein gewisser Antiochus, König der Stadt Antiochia, von dem die Stadt auch ihren Namen übernommen hatte. Dieser hatte eine Tochter, ein wunderschönes Mädchen, bei der die Natur keinen Fehler gemacht hatte, wenn sie sie nicht sterblich gemacht hätte. Als diese nun ins heiratsfähige Alter gekommen war und sowohl in Aussehen als auch in Figur gewachsen war, baten sie viele, die ihr eine große Mitgift versprachen, zur Ehefrau.
Während der Vater überlegte, wem er seine Tochter zur Frau geben solle, wurde er vom unrechtmäßigen Verlangen gezwungen sich in seine Tochter zu verlieben und er begann diese auszuwählen, wie es sich für einen Vater nicht gehört. Während dieser mit dem Wahnsinn rang, mit dem Schmerz kämpfte und von der Liebe besiegt wurde; vernachlässigte er seine Pflichten, vergaß, dass er der Vater war, und fühlte sich wie der Gatte.
Eines Tages, als er seinem Herzen nicht länger widerstehen konnte, drang er beim ersten Sonnenlicht in das Schlafzimmer seiner Tochter ein; er hatte den Sklaven befohlen zu gehen, sozusagen um mit seiner Tochter ein geheimes Gespräch zu halten, und - er tat, was man nicht tut - raubte vom Verlangen entfacht seiner sich lange Zeit wehrenden Tochter die Jungfräulichkeit und verließ nach vollendetem Verbrechen das Schlafgemach.
Von diesem Tag an zeigte er sich seinen Bürgern stets als frommer Vater, zuhause aber führte er sich wie der Ehemann auf. Und um immer das unrechtmäßige Ehebett genießen zu können und zum Vertreiben der heiratsfähigen Bewerber traf er folgenden Entschluss:
„Wer auch immer die Lösung zu meiner Frage findet, wird meine Tochter zur Frau bekommen, aber wer sie nicht findet, wird getötet.“
Und falls jemand die Antwort auf die Frage mit seinem umfassenden Wissen gefunden hatte, wurde (auch) er getötet, als hätte er nichts gesagt, und sein Kopf wurde über dem Tor zur Schau gestellt.

Ich hoffe, dass euch meine Übersetzung weiterhilft, wenn ihr Fehler findet schreibt bitte einfach einen Kommentar! (: